Wer sind wir und welche Intention steckt hinter diesem Projekt?

Das Problem
 
Die AfD nutzt die Kurzlebigkeit von sozialen Medien geschickt, um Menschen auf ihre Seite zu ziehen und dort zu halten.
        
Durch polarisierende, mitunter falsche, aber stets einfach scheinende Äußerungen werden die Leserinnen und Leser zunächst von Meinungen oder Haltungen überzeugt und anschließend durch verzögerte Richtigstellungen bei diesen gehalten.
        
Bestimmte Soziale Medien eignen sich aufgrund der Kurzlebigkeit ihrer Meldungen besonders gut, um Menschen auf diese Weise zu beeinflussen.
        
Bei der Partei AfD erkennen wir besonders deutlich ein häufig wiederkehrendes Muster, bestehend (a.) aus Behauptung von Halbwahrheiten und (b.) mit diesen korrespondierenden, zeitlich verzögerten Korrekturen.
        
Spiel mit der Aufmerksamkeit
        
Oftmals werden Fehlinformationen in Umlauf gebracht und erst dann „korrigiert“, wenn die Aufmerksamkeitsspanne längst abgeklungen ist. Beispielsweise haben Themen wie „Mausgerutscht“ [1] oder die Entgleisungen  von Gauland [2] der AfD viel Publicity verschafft.
        
Das Ergebnis ist eine als Journalismus, Berichterstattung oder persönliche Meldung getarnte Mediennutzung, die eigentlich gar nicht mehr informieren kann, sondern nur noch dem Mehrheitsgewinn bzw. dem ‚Wählerfang‘ dienlich ist.
        
Mit diesem Blog wollen wir dieses Muster genauer untersuchen, es beschreiben und Interessierten vorstellen.
        
Dieser Typ der Mediennutzung kann strategisch und taktisch eingesetzt werden. Er ist in den Accounts für sozialen Medien besonders deutlich zu erkennen und taucht dort so häufig auf, dass  dieses Verhalten auf uns bereits perfide wirkt.
        
Wer sind wir?
        
Menschen aus unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft, die diese Entwicklung mit Besorgnis sehen.
        
Die Initiatoren beschäftigen sich beruflich und privat mit dem Thema „Social Engineering“, d.h. mit den Handlungen, mit denen Menschen kommunikativ und psychologisch manipuliert werden können.
        
Wir wollen vor dem Hintergrund dieses populistischen Verhaltens helfen, einen Gegenpol zu bilden.
        
Wir möchten uns selbst in unserem politischen oder sozialen Verhalten nicht von reißerischen und hetzerischen Aussagen – bewusst oder unbewusst getätigt – blenden lassen.
        
Wie gehen wir vor?
        
Viele Zeitungen und auch wissenschaftliche Berichte entlarven häufig Aussagen der AfD, indem sie deren Aussagen Fakten gegenüberstellen.
        
Leider gehen diese Entlarvungen einzeln betrachtet, in den kurzlebigen Weiten des Internets schnell wieder verloren. Dem möchten wir entgegenwirken. Darum wollen wir hier einen zentralen Ort – ein Archiv – erschaffen, an dem diese Informationen gebündelt und für jede(n) zugänglich gemacht werden.
        
Was wir uns erhoffen
        
(1) Verteidigung gegen Manipulationsversuche
        
 Wir verfolgen mit unserer Arbeit das Ziel, auf diese Aussagen auch nach Außen aufmerksam zu machen und erhoffen uns deshalb, dass Manipulationsversuche leichter erkennbar und damit besser zu handhaben sind. Das bedeutet aber nicht, dass die AfD die einzige Partei ist, deren öffentlichkeitswirksame Social-Media-Arbeit man hinterfragen sollte.
        
(2) Ein Beispiel, dass „Schule macht“
        
Es gibt mehr Parteien und politische Strömungen, denen man auf den  Mund und auf die Finger schauen sollte. Auf die AfD legen wir ein besonderes Augenmerk, da sie uns aufgrund der Häufigkeit ihrer postfaktischen Aussagen und ihrem Korrekturverhalten besonders ins Auge gefallen ist.
        
        
Was wir nicht sind
        
Wir sind keine(!) Whistleblowing-Plattform. Uns geht es um öffentlich verfügbare und nachprüfbare Informationen.
        
Whistleblower*innen, geht bitte zuerst an eine Zeitung oder an das Netzwerk Recherche. https://netzwerkrecherche.org/