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AfD Wahrheiten

Die "Alternative" den Fakten gegenübergestellt

Kategorie

Studien

Anti-Professorenpartei

Die Zeit berichtet [1] am 10.07.2016

„Die Anti-Professorenpartei“

Die AfD hält nicht nur die Presse für nicht glaubwürdig, sondern auch die Wissenschaft. Frau von Storch twittert nach einer Veröffentlichung einer wissenschaftlicher Studie über Rechtsextremismus der Uni Leipzig [2] , „Ein schönes Beispiel für ideologisch beeinflusste Pseudoforschung zur Verblödung der Massen.“ Während die AfD Rheinland-Pfalz die Studie als eine „staatlich finanzierte Nazikeule“ [3] betitelt.

[1] https://web.archive.org/web/20161204035106/http://www.zeit.de/2016/27/afd-studie-auslaenderfeindlichkeit-wissenschaft-luege

[2]https://web.archive.org/web/20170114212431/http://www.zv.uni-leipzig.de/pressedaten/dokumente/dok_20160615154026_34260c0426.pdf

[3] https://web.archive.org/web/20170114210732/http://www.alternative-rlp.de/nazikeule-ohne-wert-mitte-studie-afd

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Männliche Syrer

Bereits 2015 riss die AfD-Fraktion des Thüringer Landtags folgende Zahlen aus dem Kontext [1]:

Eine Studie des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) räumt mit einigen Mythen über syrische Flüchtlinge auf:

81% von ihnen sind männlich
69% sind zwischen 18 und 35 Jahre alt
mehr als 85% sind Muslime
85% versuchten die Einreise nach Europa über Griechenland
Wie bewerten Sie diese Zahlen?

Die im Beitrag verlinkte Studie [2] benutzt folgenden „Disclaimer“:

The findings analyzed in this report are not representative of the whole Syrian refugee population that arrived in Greece; the methodology used was not a random sampling. Percentages used in this analysis only refer to the set of interviewees UNHCR staff interviewed, and cannot automatically be generalized to all Syrian arrivals to Greece.

Auf Deutsch:

Die Ergebnisse, die in dieser Studie analysiert werden sind nicht repräsentativ für alle syrischen Geflüchteten die in Griechenland angekommen sind. Es wurden keine zufälligen Probanten ausgewählt. Die genutzten Prozentzahlen in dieser Studie beziehen sich ausschließlich auf die Menge der Menschen, die durch UNHCR Personal befragt wurden und können nicht auf alle ankommenden Syrer in Griechenland bezogen werden.

Die AfD unterschlägt „unwesentliche“ Informationen wie die Tatsache, dass diese Befragung in Griechenland durchgeführt wurde oder, dass von 263.000 Menschen lediglich 1245 Befragt wurden.

Sie generalisiert, macht die Zahlen allgemeingültig und möchte damit den Eindruck erwecken, dass diese Zahlen auch für Deutschland gelten.

Häufig gibt es Aussagen, dass „nur junge Männer“ auf der Flucht wären und diese besser in ihrem Heimatland kämpfen sollten.

Dazu ein paar Ansätze[3]:

  • Häufig haben die Familien nicht die Mittel alle Familienmitglieder auf der Flucht mitzunehmen. Schlepperbanden etc. nehmen viel Geld für die Überfahrt.
  • Männer haben, je nach Region, oft die bessere Ausbildung und sind kräftiger – es besteht die Hoffnung, dass sie im Zielland Arbeit finden und die Familie nachholen können.
  • Für Männer ist die Gefahr im Krisengebiet ungleich größer während für Frauen die Flucht gefährlicher ist.
  • Oftmals flüchten die Familien gemeinsam über die Grenze und schicken dann die Männer vor.

[1] https://web.archive.org/save/_embed/https://www.facebook.com/afd.thl/posts/1216396448375766

[2] https://web.archive.org/save/_embed/https://afdwatchafd.files.wordpress.com/2016/01/unhcr-greece_syriansurvey.pdf

Originalquelle: http://www.unhcr.or.jp/html/UNHCR-Greece_SyrianSurvey.pdf

[3] https://web.archive.org/web/20160412131502/http://www.sueddeutsche.de/politik/fluechtlinge-in-europa-warum-vor-allem-maenner-asyl-suchen-1.2584201

Quelle: https://afdwatchafd.wordpress.com/2016/01/03/die-afd-und-die-wahrheit/

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