Suche

AfD Wahrheiten

Die "Alternative" den Fakten gegenübergestellt

Kategorie

Erfundene Verbrechen

Ziegenmord von Lostau

Gefunden auf hoaxmap.org

Der Spiegel [1] berichtete über einen angeblichen Ziegenmord am 02.01.2016.

Herr Peter Knoche (Vizesprecher der AfD Wuppertal) räumt laut dem Spiegel ein, dass er den Beitrag über die ermordeten Ziegen im Zoo Lostau zuerst im Netz verbreitet hat. Er habe auf die Aussage eines guten Freundes vertraut. Auch dieser Freund ist ein Parteimitglied der AfD Wuppertal und dort fachpolitischer Sprecher für Asyl.

Den Beitrag hat Herr Knoche von seiner Facebookseite zurecht längst entfernt, denn es gibt gar keinen Zoo in Lostau.

Interessant ist aber, wie man mit der Angelegenheit umgeht. Man behauptet weiterhin felsenfest, dass der Vorfall stattgefunden hätte, nur eben in einem anderen Zoo. Auf Nachfrage der Journalisten weiß aber niemand etwas von einem Ziegenmord, egal welchen Zoo man diesmal als Tatort nannte.

Der Spiegel hat sich daraufhin mit Mimikama unterhalten. Mimikama erklärt, dass solche Gerüchte Methodik haben, immer wieder mal auftauchen und dann einfach der „Tatort“ geändert wird.

[1] http://web.archive.org/web/20160516063416/http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-140750236.html

Bildquelle:  https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wei%C3%9F-braune_Ziege.JPG unter Creative Commons CC-BY-SA-3.0

Advertisements

Angeblich vergewaltigte Reinigungskraft

Die AfD Minden-Lübbecke verbreitet ein Gerücht, über das die Neue Westfälische am 11.01.2016 berichtete [1]. Auf den Artikel sind wir dank  http://hoaxmap.org/ gestoßen.

hoaxmapfix

Im benannten Artikel wird beschrieben wie die AfD Minden-Lübbecke veröffentlicht, dass  eine Reinigungskraft mehrfach vergewaltigt und dabei einer ihrer Oberschenkel gebrochen wurde (Screenshot befinden sich unter [1]).

In dem Bericht ist auch zu lesen, wie ein weiteres Gerücht einer Vergewaltigung, von der AfD Duisburg verbreitet wird.

Keines der beiden Gerüchte konnte bisher bestätigt werden.

Strafbar ist dies für die AfD nicht, denn sie verwenden Wörter wie „soll“ oder sagen „niemand weiß nichts genaues“. Dadurch wird eine direkte Betroffenheit nämlich auf den ersten Blick ausgeschlossen. Der Rest verbirgt sich hinter Meinungsäußerungen und diese sind nun mal erlaubt.

[1] http://web.archive.org/web/20160421180431/http://www.nw.de/lokal/kreis_minden_luebbecke/minden/minden_nw/20675715_AfD-verbreitet-falsches-Vergewaltigungsgeruecht-auf-Facebook.html

 

 

Die Antifa zum Sündenbock gemacht

Am 13.02.2017 hat die Neue Westfälische einen Artikel veröffentlicht [1]

Darin behauptet die AfD die Antifa sei schuld daran, dass der Bielefelder Kreisverband seinen Stammtisch in einem Lokal verloren hat.

„Weil Leute von der Antifa dem Gastronom gedroht haben, vorbeizukommen.“

Am 16.02.2017 hat die Neue Westfälische einen weiteren Bericht raus gebracht [2], worin sich diesmal die Gastronomin zu Wort gemeldet hat.

„Das stimmt überhaupt nicht“

Weiter ist im Text zu lesen:

Vielmehr sei der Stammtisch anderen Gästen aufgefallen. „Gäste haben die Kellner gefragt, was für Leute sich bei uns treffen.“ Als sich tatsächlich herausstellte, dass sich die Bielefelder AfD regelmäßig in der Gaststätte traf, reagierten die Betreiber selbst: „Wir haben denen mitgeteilt, dass sich unsere Gäste mit ihnen nicht mehr wohlfühlen. Das ist unser gutes Recht“, betont die Wirtin. „Bedroht hat uns niemand. Kein Rechter und kein Linker.“

[1] http://web.archive.org/web/20170216200300/http://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/mitte/21687219_Frauke-Petry-kommt-nach-Bielefeld.html

[2] http://web.archive.org/web/20170216112105/http://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/mitte/21690136_Gastronomin-widerspricht-AfD-Behauptung.html

Der Sexmob, der nicht stattgefunden hat

Am 14.02.2017 berichtete die FR-Online [1] über den erfundenen Sexmob in Frankfurt am Main wie bereits die FAZ zuvor.

Natürlich entsteht nicht jedes Gerücht durch die AfD selbst, aber wenn es darum geht Meldungen zu verbreiten, welche in ihr Weltbild passt, wird häufig ohne notwendige Prüfung schnell verbreitet und geteilt.

Die Bild hatte von einem Sexmob in Frankfurt berichtet, den es aber so nie gegeben hatte. Die Junge Freiheit, sowie Sat 1 griffen die Meldung auch direkt auf und somit nahm alles seinen Lauf.

Nun kann bzw. konnte man zum Beispiel auf der Facebookseite der AfD Frankfurt (Bild 1), als auch auf der Webseite der AfD Bodenseekreis (Bild 2) darüber lesen. Ob sich die Meldung auf noch mehr AfD-Seiten befand, lässt sich jetzt im Nachhinein nicht mehr feststellen. So schnell wie die AfD im Verbreiten solcher News ist, genauso schnell ist sie auch im Löschen, wenn sich die Sachlage anders entwickelt als erwartet. Auf der Seite der AfD Bodenseekreis ist die Meldung inzwischen verschwunden und kann nur noch mittels Google Cache gefunden werden.

sexmobffmfix1

sexmobbodenseefix

Ebenso war natürlich wieder Frau Storch ganz schnell im Retweeten, als dieses nicht stattgefundene Ereignis seinen Weg durch das Netz bahnte.

storchsexmob

Frau Storch hat zum wiederholten Male nicht den entscheidenden Faktencheck vollzogen. Erst vor wenigen Tagen ist es ihr genauso mit der Münsteraner Demonstration ergangen, sowie vor einem Monat mit dem Brandenburger Lügentor.

Wenigstens kann man bei der AfD Frankfurt sagen, dass sie sich für ihre Einschätzung öffentlich entschuldigt hat [2]:

Unsere Einschätzung des Falles war offensichtlich falsch.

Welche Kreise diese Falschmeldung gezogen hat, ist in einem Vice Artikel nachzulesen. [3]

Abschließend ist zu sagen:

Medien müssen heutzutage noch viel genauer recherchieren. Die korrekte Recherche muss vor dem Drang nach der nächsten Sensationsnachricht stehen. Erst recht sollte man dies tun, wenn die Beweise für ein Ereignis sehr dünn sind.

LeserInnen müssen wieder lernen sich zu gedulden. Sie sollten die Medien nicht so unter Druck setzen und nicht jede Nachricht direkt annehmen. Vor allem sollten sie erst einmal die Ermittlungen abwarten, bevor sie blind eine Sensationsnachricht glauben und verbreiten.

[1] http://www.fr-online.de/frankfurt/silvester-in-frankfurt-einsturz-eines-luegengebaeudes,1472798,35159742.html

[2] http://web.archive.org/web/20170215011125/http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/angeblicher-sex-mob-auf-der-fressgass-gastronom-unter-verdacht-14878247.html

[3] http://web.archive.org/web/20170215213144/https://www.vice.com/de/article/wie-die-bild-zeitung-einen-sex-mob-erfand

+++ Update +++ 23.02.2017 12:50

Sexmob in „Bild“: Die Entstehung einer Ente

Gestern erschien ein Videobeitrag im NDR, welcher der Sache auf dem Grund ging und beschreibt, wie dieses Gerücht entstehen konnte

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/Sexmob-in-Bild-Die-Entstehung-einer-Ente,zapp10388.html

Der geheimnisvolle Maxim-Gorki-Park

Mimikama am 23.11.2016

„Der unbekannte Park“

In diesem Artikel [1] wird geschildert, wie die AfD eine recht merkwürdige Anfrage [2] an die Regierung stellt. Es handelt sich um eine Vergewaltigung durch einen Asylbewerber, welche sich im Maxim–Gorki Park abgespielt haben soll. Das Problem an der ganzen Geschichte: Es gibt keinen Maxim-Gorki-Park.

[1] https://web.archive.org/web/20170121131253/http://www.mimikama.at/allgemein/der-unbekannte-park/

[2] https://web.archive.org/web/20170121131138/http://afd-fraktion-sachsen.de/im-parlament/kleine-anfragen/vergewaltigung-durch-asylbewerber-im-maxim-gorki-park.html

zu [2] die Anfrage: https://web.archive.org/save/_embed/http://afd-fraktion-sachsen.de/files/afd/fraktion-sachsen/Dokumente/Kleine%20Anfragen/2016/6_Drs_6423_0_1_1_.pdf

zu [2] die Antwort: https://web.archive.org/save/_embed/http://afd-fraktion-sachsen.de/files/afd/fraktion-sachsen/Dokumente/Kleine%20Anfragen/2016/6_Drs_6423_1_1_1_.pdf

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

Nach oben ↑